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An jedem Tag im Jahr

An jedem Tag im Jahr

Im Juni färben Unternehmen ihre Firmenlogos bunt. Der Pride Monat steht für gesellschaftlichen Fortschritt, Toleranz und Vielfalt. Warum es wichtig ist, jeden Tag Flagge zu zeigen und nicht nur einmal im Jahr – ein Mission-Statement.

Die Liebe und die freie Entfaltung darf niemand verbieten. Seit über 50 Jahren ist die Regenbogenflagge ein Symbol für Freiheit, Glück und Diversität. Die Welt ist bunt, und das ist gut so. Und mehr denn je müssen wir das nicht nur denken und fühlen, sondern auch laut sagen. Solange Selbstverständliches nicht selbstverständlich ist, darf es an öffentlicher Haltung nicht mangeln.

Das gilt ausdrücklich für KRONGAARD.

20.000 selbständige Expert*innen beraten unterschiedlichste Unternehmen. Sie beherrschen IT, können komplexeste Compliance-Zusammenhänge entschlüsseln oder manövrieren Firmen durch engmaschige Gesetzeslagen. Unsere selbständigen Expert*innen und mehr als 130 Mitarbeiter*innen garantieren Lösungskompetenz und Fortschritt für nationale und internationale Unternehmen.

Unsere Spezialist*innen kommen aus mehr als 50 Nationen. Sie sprechen unterschiedliche Sprachen. Sie sind Angehörige verschiedener Religionen. Und manche unserer Spezialist*innen leben und lieben in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften oder identifizieren sich als Trans*. Das, was völlig selbstverständlich sein sollte, ist dies in vielen Ländern immer noch nicht. Viele Menschen aus der LGBT-Community kämpfen um ihre Rechte, müssen Stigmatisierung und Repressalien befürchten. Und das sogar in Europa.

Als Unternehmen, das Freiheit wertschätzt, Flexibilität lebt und gemeinsam mit unzähligen Berater*innen selbständige und freie Arbeitsmodelle kreiert, ist uns das Thema der individuellen Entfaltung besonders wichtig.

Unsere Mitarbeiter*innen und Projektexpert*innen sollen sich jederzeit unterstützt und respektiert fühlen. Für uns zählt nicht, wie ein Mensch liebt oder wie er sich identifiziert. Uns geht es um Mut, Teamgeist, Fair Play, Know-how und Lösungskompetenz. Vielfalt und Diversität sind immer verlässliche Ratgeber*innen auf dem Weg zum Projekterfolg.

Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven und Lebensrealitäten bereichern uns alle. Die Welt ist bunt, und das soll sie für alle sein und bleiben. Deshalb ist das Flaggezeigen für uns als Unternehmen, aber auch für Kund*innen, Mitarbeitende und Expert*innen wichtiger denn je. Vor unseren Büros hissen wir die Regenbogenflagge als Symbol für Freiheit, Fortschritt und Lebensglück. Mit mehreren Aktionen werden wir uns mit der LGBT-Community solidarisieren und Flagge bekennen. Nicht nur im Pride-Monat Juni, sondern an jedem Tag im Jahr.

Patrick Bingel ist einer der unzähligen Mitarbeitenden bei KRONGAARD, die sich tagtäglich für eine pluralistische, moderne und liberale Gesellschaft engagieren. Der Team Lead Sales aus Berlin berichtet im KRONGAARD Gespräch über persönliche Erfahrungen und die Verantwortung, Toleranz und Vielfalt zu leben.

Patrick Bingel, 43, ist seit zwölf Jahren in der Personaldienstbranche tätig. Aktuell arbeitet er in der Berliner Niederlassung von KRONGAARD als Team Lead Sales. Seine ersten internationalen Erfahrungen machte der Sales Experte in der Hotellerie. Dafür lebte er sogar in den USA.

Patrick Bingel - Team Lead Sales - KRONGAARD

Patrick, was bedeutet Dir Diversität auf der Arbeit, im Privatleben und im Alltag?

Für mich ist der Begriff Diversität seit vielen Jahren fester Bestandteil meines (Unter-)Bewusstseins. Zum einen, weil ich seit 1996 als schwul geoutet bin. Zum anderen, weil meine Eltern mir früh beigebracht haben, wie wichtig Toleranz und Akzeptanz aller Menschen ist. Egal, welcher Herkunft, welchen Geschlechts, welcher sexuellen Orientierung oder welcher Religion sie angehören.

Du hast Dich in den 90er-Jahren geoutet. Wie hat man damals das Thema Diversität gesehen?

Der Begriff Diversität war in den 90ern noch nicht annähernd so „en vogue“ wie heute. Und es verbirgt sich sehr viel mehr hinter diesem Wort, als ich selbst vor wenigen Wochen erwartet hätte. Ein Zitat bringt es für mich ganz gut auf den Punkt und war für mich ein Denkanstoß.
„Diversity zielt auf die Anerkennung und Wertschätzung aller Menschen unabhängig von ihrer sozialen, ethnischen etc. Herkunft, ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung, ihrem Lebensalter, ihrer physischen oder psychischen Fähigkeiten oder anderer Merkmale.“
(Quelle: https://www.ewdv-diversity.de/diversity/diversity-was-ist-das/)

Was schätzt Du an dieser Formulierung?

Ich finde die Werte, die ich von zu Hause mitbekommen habe, in diesem Zitat wieder. Zum anderen geht es um sehr viel mehr als nur um die LGBTQ-Community, nämlich um Geschlecht, Religion und Hautfarbe. Jedes Individuum ist mit all seinen Facetten auf der Welt einzigartig. Und eben diese Einzigartigkeit sollten wir wertschätzen. Immer und überall. Unabhängig von CSD-Paraden, Pride Months, Weltfrauentagen oder religiösen Festen.

Wie weit ist die Gesellschaft bei diesem Thema?

Ab dem Moment, an dem wir nicht mehr über Diversität sprechen müssen, haben wir es geschafft. Bis dahin muss auch ich mich ständig herausfordern, an mir arbeiten und mir fortwährend bewusst machen, wie ich Diversität vorleben kann. Denn nicht nur privat profitiere ich von der Mannigfaltigkeit meiner Mitmenschen, Freunde und Familie. Auch oder besonders im beruflichen bringt Diversität bedeutende Vorteile mit sich.

Hast Du ein Beispiel dafür, wie Unternehmen von Diversität profitieren?

Ich komme ursprünglich aus der Hotellerie. Einer Industrie, die Menschen aus aller Welt vereint und zusammenbringt. Ich war immer umgeben von einem heterogenen Mix an Kollegen. Sei es während des Studiums, als meine Mitstudierenden aus über 60 Nationen kamen. Sei es die ersten Jahre im Berufsleben in Großbritannien, in den USA oder bei dienstlichen Reisen in alle Ecken der Welt. Ich lernte täglich neue Menschen, spannende Kulturen, mir unbekannte Religionen und vor allem andere Denkweisen kennen.

Das klingt zunächst einmal schön. Und kompliziert.

Diese Zusammenarbeit geriet manchmal zu einer Herausforderung. Besonders in der Kommunikation, bei der Anerkennung kultureller Unterschiede, bei der Arbeitsweise oder im generellen Denken. Und gerade in diesen Herausforderungen lag der Reiz im täglichen Zusammenspiel mit den Kollegen. Die Werte und die Sichtweise jedes Einzelnen brachten neue Impulse, frische Ideen. Es gab verschiedene Wege zum Ziel und es galt, diese gemeinsam auszuloten und dann zu beschreiten.

Davon profitieren Organisationen. Was hast Du als Mensch mitgenommen?

Ich durfte über den eigenen Tellerrand schauen, durfte immer ein offenes Ohr und besonders Empathie für die anderen haben und auch zeigen. So leicht, wie ich dachte, war das aber nicht. Im Gegenteil. Obwohl ich mich immer als empathischen Menschen wahrgenommen habe, wurde mir zusehends bewusst, dass sogar ich Dinge durch einen Filter betrachte, ich voreingenommen sein kann. Die Diversität zuzulassen, auch wenn ich mich zeitweise unwohl fühlte, war ein gedanklich schwerer Prozess.

Hast Du in diesen Situationen an dir gezweifelt?

Manchmal habe ich mich gefragt, ob meine Diversität meine Laufbahn beeinflusst hat. Vor allem, ob meine Sexualität mich zurückgehalten hat.

Wie hast Du die Frage für Dich beantwortet?

Ich bin mir sicher, dass ich immer über meine Leistung beurteilt wurde und meine offene Haltung zu meinem Privatleben mich nicht gehindert hat, beruflich voranzukommen. Ich denke, dass meine liberale Art und Weise im Berufsleben geschätzt wurde. Meine Meinung, meine Perspektive unterschied sich gelegentlich von der „gängigen“. Dafür habe ich Wertschätzung gespürt.

Nun bist Du nicht mehr im Tourismus, sondern bei KRONGAARD tätig. In einer Schlüsselrolle. Wie profitierst Du von Deinen Erwartungen mit Diversität?

Wir vermitteln bei KRONGAARD hoch qualifizierte Spezialisten, die außergewöhnliche und mannigfaltige Fähigkeiten und Expertisen mitbringen. Jeder hat einen Schatz an Erfahrungen, Talenten und Merkmalen. Und von dieser Diversität profitieren unsere Kunden seit mehr als zwölf Jahren. Sie fordern bei uns zwar offiziell ein spezielles Know-how an, aber für mich ist das die tägliche Suche nach mehr Diversität im Berufsleben. Nicht nur ich muss über meinen eigenen Tellerrand schauen, auch Unternehmen müssen es tun, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Und genau dabei helfen wir ihnen, indem wir sie mit unseren selbständigen Experten zusammenbringen. Diversität ist ein fester, essenzieller Bestandteil meiner Arbeit und birgt so viel mehr als die jährliche Teilnahme an der CSD Demonstration oder einen Pride Month.

Nun ist der offizielle Pride Monat vorbei, Unternehmen wechseln wieder ihre Profilbilder. Wie können Organisationen das Thema besser im Blick behalten und langfristig Diversität fördern?

Für mich ist Diversität ein Spiegel, den ich mir in meiner privaten und beruflichen Umwelt immer wieder vorhalten muss. Denn nur so kann ich jeden einzigartigen Menschen anerkennen und wertschätzen, wie er es mit all seinen Facetten verdient.

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