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Gerade im Online-Marketing kann ein externer Spezialist den entscheidenden Vorteil bringen

Die einzige Konstante im Leben ist der Wandel. Besonders die neuen Technologien in Kombination mit der fortschreitenden Digitalisierung werden für Vertrieb und Marketing zu einer immer größeren Herausforderung. Für die Marketingverantwortlichen bedeutet das einen lebenslangen und stetigen Weiterbildungsprozess, um entscheidende Entwicklungen nicht zu verpassen. Welche Rolle selbstständige Experten dabei spielen und warum sie für den Unternehmenserfolg entscheidend sein können, erzählt uns hier der e-Commerce Experte Denis Skorobogat.

KRONGAARD: Herr Skorobogat, Sie sind seit über 15 Jahren im digitalen Umfeld tätig, darunter auch im Online-Marketing. Als selbstständiger Projektspezialist haben Sie schon die unterschiedlichsten Unternehmen unterstützt und diese zu Ihren e-Commerce-Strategien beraten. Welche Trends werden als nächstes auf diese Unternehmen zukommen?

Denis Skorobogat: Also da muss man als erstes zwischen allgemeinen Meta-Trends und den für das Unternehmen relevanten Trends unterscheiden. Die Buzzwords für 2018 kann man zwar sehr schnell googeln, aber viel schlauer wird man dadurch nicht. Jedes Unternehmen, jedes Geschäftsmodell, jede Reifephase und jede Zielgruppe ist so individuell, dass man sich eher auf die eigenen geschäftskritischen Themen konzentrieren sollte, zum Beispiel: Wie löse ich Kundenprobleme? Wie differenziere ich mich vom Wettbewerb? Und so weiter.

Also besser nicht jedem Trend hinterherlaufen?

Genau. In der Umsetzung mag das ein oder andere Trendtool oder Buzzword neu und vielversprechend klingen. Aber wer nur nach den Modetrends schielt und sich dadurch schnell beeinflussen lässt, läuft Gefahr, das Wesentliche aus den Augen zu verlieren. Meine Meinung daher: lieber langfristig denken und agieren.

Und welchen Vorteil bieten Sie als selbstständiger Projektexperte den Unternehmen, um diesen Anforderungen gerecht zu werden?

Den Vorteil, dass ich schnell verfügbar bin und das dem Unternehmen fehlende Wissen mit reinbringe. Bei bestimmten Themen, wie zum Beispiel Strategie-Entwicklung, braucht es zum Teil auch gar keine feste Vollzeitstelle. Da holt man besser jemanden genau für die Phase ins Boot, um dann danach bei der Umsetzung mit dem bestehenden Team weiter zu agieren. Ein anderer häufiger Fall: Der Arbeitsaufwand übersteigt in bestimmten Projekt-Phasen die Teamstärke. Das sind Peaks, die man mit externen Spezialisten ideal meistern kann.       

Sie haben Ihre Karriere als Angestellter gestartet und sich dann später selbstständig gemacht. Was waren Ihre damaligen Beweggründe und sind Sie heute zufrieden mit Ihrer Entscheidung?

Ja, bin ich sehr. Damals wie heute sind es die gleichen Gründe bzw. Vorteile, die ich als Selbstständiger genieße: Ich komme viel rum und lerne die unterschiedlichsten Themen, Unternehmenskulturen, Teams und Herausforderungen kennen. Als „Projektmensch“ brauche ich persönlich den Reiz des Neuen, Unbekannten: sich mit der neuen Situation auseinanderzusetzen, nach Lösungen zu suchen, das Team vor Ort zu unterstützen. Der andere große Vorteil ist natürlich die Freiheit, sich nach einem längeren Projekt etwas mehr Auszeit zu gönnen, bevor das nächste startet. So kann ich öfter für die Familie da sein.

Auf der anderen Seite muss man aber auch mit dem Risiko, nicht sofort ein Anschlussprojekt zu bekommen, umgehen können. Aber ich bin ein risikofreudiger Mensch, daher ist das für mich kein großes Problem.

Menschen interessieren sich neben Trends natürlich auch für praktische Tipps und Empfehlungen. Sie waren kürzlich in einem großen Medien- und Technologieunternehmen als Projektexperte tätig. Vor welchen Herausforderungen stand der Konzern?

Das bestehende, klassisch organisierte Geschäft stagnierte beziehungsweise wurde es durch die Digitalisierung der Vertriebskanäle, Kundenkommunikation und Produktnutzung verändert. Dann stellt sich immer die Frage: Lässt man sich durch die neuen Marktteilnehmer und Geschäftsmodelle überholen oder ist man mutig genug, die Zukunft sowie die Zukunft des eigenen Marktes selbst mitzugestalten? Auch wenn es immer schwer ist, diesen Schritt zu gehen, kann ich nur empfehlen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, sich zu trauen. Und vielleicht kommt man während dieses Prozesses ja zu der Erkenntnis, dass eine aktive, gestalterische Rolle nicht nur viel mehr Spaß macht, sondern auch ein großes Geschäftspotential mit sich bringen kann.  

Wie standen Sie dem Unternehmen mit Ihrem Knowhow zur Seite und warum war es wichtig, dass ein selbstständiger Spezialist zu Rate gezogen wurde?

Zum einen ist ein externer Blick immer hilfreich. Dabei geht es nicht nur um Expertise. Als „Fremder“ stellt man ganz andere Fragen. Für einen Externen ist nicht alles selbstverständlich. Das ist oft ein Anfang, das Geschäft und die Situation neu zu überdenken. Zum anderen bringt man wettbewerbsfähige Werkzeuge und Erfahrungswerte aus dem digitalen Bereich mit rein, die in der Teamarbeit dann zu neuen Lösungsansätzen verhelfen können. Wichtig ist auch, auf der emotionalen und persönlichen Ebene Mut zu machen und die Angst vor dem Ausprobieren zu nehmen. Denn nur so werden Hypothesen zu Wahrheiten - oder eben nicht.     

Welche konkreten Tipps können Sie Marketingverantwortlichen geben, damit Sie auch auf die zukünftigen Trends immer gut vorbereitet sind?

Wie eingangs schon gesagt: aufmerksam die Metatrends beobachten, wie zum Beispiel die Nutzung von Social Media oder Onlinekanälen insgesamt. Die konkrete Ausgestaltung des eigenen Marketing-Mix langfristig und nachhaltig betreiben. Im Hinterkopf behalten, dass nicht jeder Trend auch für einen selbst relevant sein muss. Und am wichtigsten: offen gegenüber Neuem sein. Fehler machen. Ausprobieren. Darin liegt eine große Chance.

Herr Skorobogat, vielen Dank für das Gespräch.