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Wie hochqualifizierte selbständige Experten ihre Form des Arbeitens sehen

Zum Thema Selbstständigkeit, so scheint es, gibt es in der politischen Debatte zwei sehr unterschiedliche Betrachtungsweisen. Einerseits, so propagiert es auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit der Initiative „Neue Gründerzeit“, braucht Deutschland dringend mehr Gründerinnen und Gründer. Neue Unternehmen modernisieren die Wirtschaftsstruktur, erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit und bringen mehr Vielfalt.

Andererseits werden neue und innovative Formen der Selbstständigkeit schnell als „Angriff auf das klassische Arbeitnehmerverhältnis“ gesehen. Die Rede ist dann vom großen Topf der „atypischen“ Beschäftigung, in den oft ohne tiefere Analyse und differenzierte Betrachtung alles hineingeworfen wird, was nicht der „Norm“ entspricht. Die politische und auch mediale Debatte erweckt zurzeit den Anschein, als sei diese neue Form des selbständigen Unternehmertums häufig ungewollt und eher von Risiken gekennzeichnet als von Chancen und Freiheiten.

Selbstständigkeit ist heute oftmals nicht mehr die Gründung des klassischen Unternehmens, das zunächst große Investitionen in Produktionsstätten, Betriebsmittel und Personal vornehmen muss. Die „neue Selbstständigkeit“ ist in vielen Fällen die eigenständige Vermarktung der eigenen Erfahrungen und des erworbenen Wissens in unterschiedlichen Formen der beratenden Dienstleistung.

IT-Experten, Unternehmensberater, Digitalisierungsspezialisten oder beratende Ingenieure – sie alle vereint, dass sie für ihre spezialisierten, oft über viele Jahre erworbenen Fähigkeiten eine rege Nachfrage erleben. Und dass sie für sich bewusst den Schritt in die Selbstständigkeit gewählt haben, mit all den Chancen, aber auch Risiken, die dieser Schritt mit sich bringt.

Über die arbeitsbezogene Situation dieser bedeutenden Gruppe ist so gut wie nichts bekannt. Dies ist als kritisch zu bewerten, da deren Interessen bei der Gestaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden sollten.

Wir wollten in Erfahrung bringen, wie hochqualifizierte selbständige Experten selbst ihre Form des Arbeitens sehen. Haben sich ihre Erwartungen erfüllt, sind sie zufrieden? Wir haben daher in Zusammenarbeit mit der ISM in München eine Online-Befragung unter 527 Selbständigen durchgeführt, um genau diese Fragen zu klären. Die Ergebnisse dieser Studie zusammengefasst in einer Infografik und die komplette Studie finden Sie hier:

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