KRONGAARD Insights Event in Hamburg: Impulse zum Schutz kritischer Infrastruktur und zur Rolle von Unternehmen und Gesellschaft.
Cyberangriffe, Sabotage, Drohnenvorfälle und gezielte Desinformation nehmen in Deutschland nachweisbar zu. Die Frage, wie wir als Gesellschaft damit umgehen, betrifft längst nicht mehr nur Politik und Bundeswehr. Sie betrifft Unternehmen, Führungskräfte und jede Privatperson.
Genau diese Frage haben wir Ende letzter Woche bei unserem KRONGAARD Insights Event in Hamburg in den Mittelpunkt gestellt.
Unter dem Titel „Gesamtgesellschaftliche Verteidigungsfähigkeit und der Schutz kritischer Infrastruktur" kamen Gäste, Referentinnen und Referenten sowie Partner aus Sicherheit, Verteidigung und Privatwirtschaft zusammen.
Drei Perspektiven auf die Sicherheitslage:
Einordnung der Lage: Generalleutnant a.D. Andreas Hoppe ordnete als ehemaliger stellvertretender Generalinspekteur die aktuelle Lage in Deutschland und Europa ein. Im Fokus stand die Verantwortung der Gesellschaft im Ernstfall.
Drohnenabwehr und Notfallmanagement: Thomas v. Hake, COO von Autonomous Teaming, zeigte, wie sich Drohnen wirksam abwehren lassen. Er gab zudem konkrete Hinweise, welche Punkte jedes Unternehmen heute in sein Notfallmanagement aufnehmen sollte.
Lagebilder und Daten: Dr. Matthias Vianden, CEO der Telekomtochter Rola Security Solutions, machte deutlich, warum verlässliche Lagebilder und der richtige Umgang mit Daten die Grundlage für gute Entscheidungen sind.
In der anschließenden Podiumsdiskussion griff das Publikum die Themen mit zahlreichen Fragen auf. Beim Networking wurde die Diskussion weitergeführt, unter anderem mit dem Kommandeur eines Landeskommandos, einem CFO aus der Pharmaindustrie und dem kaufmännischen Leiter eines Immobilienunternehmens.
Kritische Infrastruktur beginnt im Alltag
Ein Punkt zog sich durch den gesamten Abend: Kritische Infrastruktur ist im Ernstfall mehr als Strom- und Wasserversorgung. Sie umfasst auch den Supermarkt und die Bäckerei nebenan. Wer Verteidigungsfähigkeit ernst nimmt, muss deshalb Unternehmen aller Branchen, Verwaltung und Zivilgesellschaft gleichermaßen einbeziehen.
Ein Gedanke, der bleibt
Eine Konzern-Geschäftsführerin brachte es auf den Punkt:
„Wenn es uns gelingt, bei wichtigen Themen wie diesem mit Menschen ins Gespräch zu kommen und ein paar mehr Lichtpunkte anzuzünden, egal ob im Unternehmen oder privat, kann man etwas bewegen."
Genau darum ging es uns: informieren, ins Gespräch kommen und deutlich machen, welche Verantwortung Unternehmen und Privatpersonen in dieser Realität tragen.
Unser Dank gilt allen Gästen, Referenten und Gesprächspartnern für den inspirierenden Abend und die vielen wertvollen Begegnungen. Ein besonderer Dank geht an das Landeskommando Hamburg für den wertvollen Austausch.